Histamin-Allergiker aufgepasst

Falls Sie allergisch auf Histamin reagieren, sollten Sie auch in einem speziellen Fall umsichtig sein: bei Bettwanzen. Wie Forscher der North Carolina State Univerity herausgefunden haben, verbreiten Bettwanzen neben schmerzhaften Stichen auch den Stoff Histamin, den sie für die Kommunikation benötigen. Diesen scheiden sie über den Kot mit aus. Die Forscher fanden in befallenen Wohnungen sowie in bereits von den Bettwanzen erfolgreich befreiten Räumen noch Histaminbelastungen, die im Vergleich zu nicht befallenen Zimmern eine bis zu 180fachen Kontaminierungen aufwiesen.

Der menschliche Körper produziert zwar selbst Histamin. Dieser wird über die weißen Blutkörperchen abgeben, um eine Immunreaktion des Körpers anzuregen. Kommt jedoch dann der Botenstoff von außen zusätzlich hinzu, haben Allergiker ein Problem. Durch das Einatmen reagiert das bereits aktivierte Immunsystem nochmals stärker und so kann es beispielsweise zu Atemnot kommen. Bei Hautkontakt kann Histamin eine atopische Dermatitis mit juckendem Ausschlag auslösen.

Deshalb sollten Allergiker nach einem Bettwanzembefall unbedingt die Räume beziehungsweise die Wohnung gründlich putzen und feucht durchwischen. Aber auch Nicht-Allergiker können sich daran ein gutes Beispiel nehmen.

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